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Mobilitätsbefragung: Essen fährt mehr Rad

Die Stadt Essen hat die Ergebnisse der Mobilitätsbefragung veröffentlicht. Rad- und Fußverkehr legen zu, das Auto, aber auch Bus und Bahn verlieren. 

Die repräsentative Mobilitätsbefragung für die Stadt Essen ist eine der größten von der Planersocietät durchgeführten Haushaltsbefragungen. In zwei Wellen waren Ende 2024 und im Jahr 2025 insgesamt 54.000 Personen angeschrieben worden. Rund 7.300 Personen (ab 6 Jahren) aus rund 4.000 Haushalten nahmen an der Befragung teil.

Ein Ergebnis der Befragung ist der Modal Split für Essen. Erfreulich: Fuß- und Radverkehr haben an Bedeutung gewonnen. 21 Prozent (+2 Prozentpunkte) aller Wege werden in der Ruhrmetropole 🚶‍♀️zu Fuß, 10 Prozent (+3) mit dem Rad zurückgelegt. Im Gegenzug büßten das Auto (inkl. Motorrad) (52 Prozent, -3; dabei vor allem die Selbstfahrer:innen mit -5 auf 42) und Busse und Bahnen (17; -2) ein; das Auto bleibt aber mit Abstand das wichtigste Verkehrsmittel in Essen. Bezogen auf vergleichbare Metropolen liegt Essen bei der aktiven Mobilität dennoch unter dem durchschnittlichen Niveau der bundesweiten MiD 2023.

Lange Wege mit dem Rad

Mit Blick auf den Modal Split ist dabei im Übrigen der Radverkehrsanteil nach Verkehrsleistung überdurchschnittlich hoch; er liegt bei 7 Prozent. In Essen werden also – verglichen mit Städten ähnlicher Größenordnung – zwar weniger Wege mit dem Rad zurückgelegt, diese Wege sind dafür aber länger als andernorts.

Interessant auch: Mehr als die Hälfte der Wege in Essen (54 %) sind kürzer als 5 Kilometer, aber schon ab 2 Kilometern Wegelänge ist das Auto das vorherrschende Verkehrsmittel. Hier besteht also noch einiges Potenzial für eine Verlagerung nicht zuletzt auf den Rad-, aber auch auf den Fußverkehr. Zumal der Fußverkehr bei der Bewertung der Verkehrssysteme mit einer Note von 2,3 am besten in Essen abschneidet.

Hier finden Sie weitere Details sowie den Kurz- und den Endbericht zur Haushaltsbefragung zum Mobilitätsverhalten in Essen.

13 Februar 2026