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Busse und Bahnen in Bonn: Viele Wünsche, viele Probleme

Die Bundes­stadt Bonn stellt ihren Nahver­kehrs­plan neu auf. Am Anfang stand dabei eine große Umfrage: Was wünschen sich die Bonner:innen für Bus und Bahn? 

4600 Menschen betei­lig­ten sich an der Umfrage im vergan­ge­nen Jahr. Die Umfrage über die Betei­li­gungs­platt­form „Bonn macht mit“ war damit die bislang teil­neh­mer­stärkste auf dieser Platt­form. Wir hatten bereits die Umfrage (gemein­sam mit dem Planungs­büro Via) betreut und ausge­wer­tet. Und dürfen nun auch den neuen Nahver­kehrs­plan für die Bundes­stadt erar­bei­ten. Das freut uns sehr. 

Die vielen konkre­ten Hinweise dienen uns als wich­tige Grund­lage für die Fort­schrei­bung des Nahver­kehrs­plans. Pünkt­lich­keit und zuver­läs­sig fahrende Bahnen, schnel­lere Verbin­dun­gen und den Ausbau des Schie­nen­net­zes — das haben sich die Menschen in Bonn gewünscht. Beson­ders häufig wurden neue oder verbes­serte Tangen­ti­al­ver­bin­dun­gen genannt, etwa zwischen Bad Godes­berg und Beuel. 

Nach Abschluss der Befra­gung änderte sich die Verkehrs­lage noch einmal deut­lich: erst wurde Anfang Juni 2026 die Bonner Nord­brü­cke gesperrt, sechs Wochen später muss­ten weite Teile der Stadt­bahn­flotte in Bonn wegen tech­ni­scher Mängel außer Betrieb genom­men werden. Ein Normal­be­trieb für die Stadt­bah­nen ist derzeit (frühes­tens) für Ende Novem­ber diesen Jahres ange­kün­digt. Hinzu kommt die ange­spannte Haus­halts­lage; längst beschlos­sene Ange­bots­ver­bes­se­run­gen wurden deshalb wieder zurück­ge­nom­men. Die Bedin­gun­gen für den Bonner ÖPNV sind aktu­ell also mehr als schwie­rig. Umso wich­ti­ger ist die Arbeit am neuen Nahverkehrsplan. 

8. Okto­ber 2026