In den 1970er Jahren sind noch 90 Prozent der Kinder zu Fuß zur Grundschule gegangen, heute macht das gerade noch jedes zweite Grundschulkind. Elterntaxis gewinnen hingegen immer mehr an Bedeutung, jedes viertes bis fünfte Schulkind wird mit dem Auto der Eltern zur Schule gebracht, bei Grundschulen sogar jedes dritte Kind.
Der Fußweg bieten viele Vorteile
Dabei hat der Schulweg zu Fuß – bei den älteren Kindern und Jugendlichen auch mit dem Rad – so viele Vorteile: Die Kleineren erlernen eine eigenständige Mobilität, die Kinder und Jugendlichen bewegen sich, trainieren ihre Motorik und können sich auf dem Weg austauschen. Zudem steigert die Bewegung die Konzentrations- und Lernfähigkeit. Auf der anderen Seite stellen Elterntaxis vielerorts ein echtes Sicherheitsrisiko vor den Schulen dar.
Die Kreisstadt Unna will jetzt die Zahl der Elterntaxis verringern. Und zugleich das Schulumfeld und die Wege zur Schule sicherer gestalten und so die aktive Mobilität auf dem Schulweg fördern. Sie fängt bei drei Schulen an: 1️⃣ der Grundschule Hemmerde, 2️⃣ der Hellweg-Realschule und 3️⃣ dem Pestalozzi-Gymnasium.
Dabei unterstützten wir gerne!
Grundlage für das schulische Mobilitätsmanagement ist die Analyse des Mobilitätsverhaltens und der Situation vor Ort. Und natürlich muss, wer etwas verändern will, die Betroffenen mit ins Boot holen: also Schülerinnen und Schüler, Eltern und die Lehrer:innen. Wir veranstalten Workshops, befragen die Schüler:innen und Eltern online: Wie genau sehen eure Schulwege aus, wo seht ihr Probleme, welche Verbesserungsvorschläge habt ihr? Die digitalen Befragungen an den Schulen finden in den nächsten Wochen statt, wieder auf der technischen Plattform unseres Partners Senf.
Schulwegepläne
Am Ende steht eine Liste an Maßnahmen. Wo gibt es schon sicherere Fuß- und Radwege, was muss getan werden, um Schulwege sicherer zu machen? Wo und wie können Straßen am besten gequert, wo sollten Schulstraßen eingerichtet werden, wo Hol- und Bringzonen, um den verbleibenden Elterntaxi-Verkehr verträglich abzuwickeln? Zudem werden Schulwegepläne erstellt, die Routen empfehlen und auch auf verbleibende Gefahrenstellen hinweisen.
Die Hoffnung ist, dass all das dazu führt, das wieder mehr Schüler:innen zu Fuß oder mit dem Rad zur Schule fahren. Und das auf sicheren Wegen.
26. Januar 2026