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Besserer Nahverkehr für weniger Geld

Die Stadt muss sparen, will zugleich aber Busse und Bahnen stärken: Beim Nahverkehrsplan Bottrop gilt es, einen Spagat hinzulegen. 

Wie kann der öffentliche Nahverkehr in der Stadt Bottrop zukunftsfähig, attraktiv und gleichzeitig wirtschaftlich gestaltet werden? Im Rahmen der Fortschreibung des Nahverkehrsplans wurde mit Blick auf diese Fragen das neue ÖPNV-Verkehrskonzept entwickelt. Den Nahverkehrsplan (NVP) hat die Planersocietät gemeinsam mit dem Partner ioki sowie Verwaltung und den Vestischen Straßenbahnen erstellt. Dabei gab es eine klare Vorgabe aus dem Haushaltssicherungskonzept der Stadt: Im ÖPNV müssen 300.000 Euro eingespart werden.

Ambitionierte Ziele

Mit Blick darauf hätte man natürlich einfach ein paar weniger genutzte Linien streichen können. Aber das kam nicht infrage, denn die Ziele der Stadt Bottrop sind ambitioniert: Sie will einen besseren Nahverkehr für mehr Klimaschutz, wichtige Ziele in der Stadt und in den Nachbarkommunen sollten besser erreichbar werden, das Angebot noch stärker als bisher an die Wünsche und Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger angepasst werden. Die Online-Beteiligung zum NVP etwa ergab, dass sich die Menschen in Bottrop mehr Direktverbindungen zwischen den Stadtteilen und weniger Umstiege wünschen.

Nur - wie soll man das alles hinbekommen?

Basis des neuen NVP Bottrop ist ein grundlegebneder Taktwechsel. Aus einem durchgehenden 20-Minute-Takt für alle Busse wird ein 15/30-Minuten-Takt. Die Hauptachsen werden enger bedient, Nebenachsen entsprechend ihrer geringeren Bedeutung weniger angefahren. Damit passt Bottrop den Takt im Busverkehr zudem dem des Schienenverkehrs an. Dabei wurde auch die Anbindung der Bahnhöfe gestärkt; regionale Freizeitziele sollen künftig besser erreichbar sein.

Der Entwurf des NVP wurde jetzt erstmals den politischen Gremien vorgelegt. Im Herbst wird endgültig entschieden.

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30. Juli 2026